Ein zweimonatiger Urlaub führte Hermann Neumair nach Australien und Neuseeland. Es wäre nicht Hermann wenn das ganze auch nicht etwas mit Bergen zu tun hätte. Hier sein ausführlicher Bericht und die beindruckenden Bilder.

Flug von Sydney nach Auckland, nach kurzer Stadtbesichtigung mit Aussicht vom Skytower geht’s mit Camper über schmale Straßen zu herrlichen Stränden an der Westküste ua. mit Tölpelkolonien am Cap Kidnappers. Dann nach Norden in die Urwälder des Waipoua Kauri Forest incl. Museum mit den beeindruckenden Riesenfarnen und zum größten Kauri Baum „Tane Mahuta“ mit 2000 Jahren, 250 m³ Masse bei einem Umfang von knapp 14 Metern. Bestaunenswert sind auch die Kauri-Baumriesen, welche nach tausenden Jahren aus dem Moor geholt werden und sehenswerte wie kostbare Holz-Produkte ermöglichen. Die Te Kapi Sanddünen in Ninety Mile Beach gefolgt vom Cape Reinga am North Cap werden besucht. Weiter geht’s nun an der Ostküste zurück mit gelebter Maori Kultur und Kriegskanu in Waitangi, zu interessanten Felsgebilden wie Cathedral Cove, das Hundertwasser Clo von Kawakawa, den Film-Produktionsstätten von Hobbiton in Matatmata so wie Herr der Ringe.

Rotorua, die geothermisch aktivste Region der Welt mit den unterschiedlichsten Schwefel-Quellen von rot bis grün sowie Gaysieren und die erst 100 Jahre alten, jedoch riesigen Redwoodbäume werden aufsucht. Eine eintägige Insel-Schifffahrt in Begleitung von Delphinen zu Hole in the Rock in der Bay of Island gehört ebenso zum Programm wie ein Segel-Abenteuer am Lake Taupo zu den riesigen Rock Carvings der Maori sowie eine eher nasse Jet Boots Tour an den Huka-Falls.

Nun geht’s endlich in die verschneiten Berge. Da das bekannte Tongariro Nationalpark Alpin-Crossing auf die Vulkane Mt. Tongariro und Mt. Ngauruhoe wegen eines Ausbruchs zwei Wochen zuvor gesperrt ist, weichen wir auf den höchsten Vulkan auf der Nordinsel, den 2.797 Meter hohen Mt. Ruapehu aus und erleben nach einer durchs Wetter bedingten Erkundungstour einen tollen Gipfeltag, ausgehend vom bescheidenen Schigebiet Whakapapa. Ein weiterer Urwaldtreck beim Whanganui River mit Riesenfarnen, Schafherden und Wasserfällen bringt etwas Abwechslung bei der Fahrt nach New Plymouth zum majestätischen Mt. Taranaki.

Nach einer zweitägigen Schlechtwetterpause (7.500 mm Jahres-Niederschlag im Gebiet des Mt. Taranaki) starten wir nachts in North Egmont zur Thurangi Lodge (geschlossene Privathütte) und von dort den Summit-Track mit Steigeisen über das vom Sturm geglättete und pickelharte North Ridge und das Lizard zum Gipfel. Das Traumwetter erlaubt uns einen zweistündigen Aufenthalt am Gipfel bei den bizarren Eisfiguren und bietet einen herrlichen Rundblick, auf drei Seiten zur Tasmansee und ins Landesinnere zum Mt. Tongariro und dem Massiv des Mt. Ruapehu und entschädigt für das bisher durchwachsene Wetter in Neuseeland. Nach erfolgreichem Abschluss unseres im Winter nur selten begangenen Hauptzieles geht die Rückfahrt über den teilweise einspurigen Forgotten World Highway nach Hamilton und zurück nach Auckland.

War die Reise durch das gegensätzliche Australien schon beeindruckend, so konnte Neuseeland mit seiner Vielfältigkeit und Extreme trotz der für die Insel typischen Regenbereitschaft noch Einiges drauflegen und wunderbare zwei Monate gehen zu Ende.

Juli/August 2012
Berg Heil
Neumair Hermann

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