Schon 2015 hat mich Iceland fasziniert und ich habe den Entschluss gefasst unbedingt noch einmal dieses einzigartige Land im Zuge eines Schitourenurlaubes zu bereisen. Anfang März war es endlich so weit. Zusammen mit Anita, Franzi, Gitti, Ramona, Stefan und Tom sind wir von München nach Keflavik geflogen. Die kommenden 2 Tage verbrachten wir in einem Haus in einem Vorort von Reykjavik. Von dort aus starteten wir einige Sightseeing Touren in der Umgebung. Unter anderem sind wir auch dieses Mal den sogenannten Golden Circle mit seinen Attraktionen (Þingvellir-Nationalpark, Gulfoss Wasserfall, Strokkur Geysir (der rund alle 10 Minuten ausbricht) usw… abgefahren.

Einen Vormittag habe ich mir dann den schon lange ersehnten Tauchgang in Silfra gegönnt. Die Silfra-Spalte ist eine spaltenförmige, kilometerlange Verwerfung im isländischen Þingvellir-Nationalpark zwischen den Kontinenten Platten der Nordamerikanischen und der Eurasischen Platte. Sie wird jährlich um rund 7 mm breiter. Ihr tiefster Punkt liegt 63 m unter dem Meeresspiegel, wobei unser Tauchgang bis 14m Tiefe ging. Die Spalte liegt in Basalt-Gestein und weist an beiden Seiten ein weit verzweigtes Höhlensystem auf. Sie steht voll Wasser und wird gespeist durch das Schmelzwasser des 50 km entfernten Langjökull Gletscher. Das Wasser benötigt etwa 30 bis 100 Jahre, um die 50 km Strecke durch poröses Lavagestein zu durchfließen. Durch das Gestein wird das Wasser zudem perfekt gefiltert und ist glasklar.

Im Großraum der Hauptstadt wohnen zwei Drittel der etwas mehr als 300.000 Isländer. Die City ist recht übersichtlich und schnell fanden wir die Hot Spots mit urigen Pubs, lässigen Shops und modernen Bars. In der Umgebung von Reykjavik haben wir uns dann auch noch das Rockmuseum und die Viking World in Reykjanesbær, die Blaue Lagune, das Vulkansystem in Krýsuvík, das Hochtemperaturgebiet Gunnuhver und die Raufarhólshellir Höhle (Islands drittgrößte Lavahöhle) angeschaut. Die Temperaturen unter den Quellen im Hochtemperaturgebiet Gunnuhver betragen über 300 °C und damit handelt es sich um eine der buchstäblich heißesten Stellen in Südwestisland. Am nächsten Tag sind wir dann die ca. 380 km in den Norden zu unserem Stützpunkt in der Nähe von Akureyri gefahren. Nach vier Stunden Fahrt tauchten am Horizont die Berge der Tröllaskagi(Troll-Halbinsel) auf. Besonders in Richtung Dalvik strahlten die Berge schön weiß und wir wussten dass unsere Schitouren gesichert waren. Auch das Wetter spielt mit und die Sonne, aber auch starke Winde blieben uns für den Rest der Reise treu.

Der Bungalow war wirklich genial, jeder hatte Platz genug und es fehlte uns hier an nichts. Auch der Hot Pot auf der Terrasse wurde von uns oft genutzt um darin nach den Schitouren bei einem kühlen Viking etwas zu erholen und den Tagesausklang zu genießen. Auch mit den Nordlichtern hatten wir Glück und in einer Nacht bot sich uns ein wahres Spektakel, wie eine gigantische Lasershow, direkt vor unserem Bungalow mit Blick auf das Fjord und Akureyri.

Auf der Troll- Halbinsel waren wir dann fast täglich mit den Schiern unterwegs. Die Möglichkeiten für Touren sind fast unerschöpflich. Jeden Tag fahren wir einen Fjord weiter Richtung Norden.Ólafsfjörður, Héðinsfjörður und Siglufjörður. Und immer geht es aufs Geradewohl hinauf in die Berge, tief unten das stürmische Meer. Karlsarfjall, Kaldbakur, Bäjarfall, Ytri Sula, Böggvisstadafjall, Hesturlauten einige der zungenbrecherischen Namen unsere Gipfel. Viele davon sind allerdings noch namenlos. Doch was zählt sind die einzigartigen Eindrücke, die genussvollen Abfahrten und das Jacuzzi undein Viking danach.

Aber auch hier im Norden kam das Sightseeing nicht zu kurz und wir besuchten unter anderem die Wasserfälle Goðafoss und Dettifoss (der leistungsstärkste Wasserfall Europas), das Myvatn Nature Bath, das Walmuseum in Husavik und das Heringmuseum in Siglufjörður. Bei stürmischen Verhältnissen sind wir einmal auf den Vulkan Hverfjall gestiegen. Der Vulkankrater Hverfjallüberragt die Landschaft um das Myvatn Gebiet Der 160m hohe Tuffring hat einen Durchmesser von 1000m und entstand vor etwa 2500 Jahren während eines einzigen Ausbruchs. Auf der Erde existieren nur wenige Krater dieses Typs. Alles in allem haben wir wieder 3 superschöne Wochen in Iceland erleben dürfen, wobei in dieser Saison auch dort die Schneeverhältnisse etwas spärlich waren. Trotzdem haben wir immer wieder lässige Touren gefunden und in den vielen Mulden und Rinnen war es immer möglich bis zum Ausgangspunkt abzufahren.

didi

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